Jugendtraining bei der DLRG: Montags ins Hallenbad – so läuft das Training ab
Montagabend, kurz vor halb sechs. Vor dem Hallenbad sammeln sich Kinder und Jugendliche mit Sporttaschen, Badezeug raschelt, Eltern winken kurz – und dann geht es rein. Das wöchentliche Jugendtraining der DLRG Eislingen/Fils läuft schon lange so, und wer einmal dabei ist, kommt in der Regel wieder.
Etwa 150 Kinder und Jugendliche trainieren jede Woche bei der DLRG Ortsgruppe Eislingen/Fils – begleitet von rund 25 ehrenamtlichen Übungsleitern, die ihren Montag (und manchmal auch andere Wochentage) ins Wasser investieren. Wie das genau aussieht, was im Training passiert und was Neueinsteiger erwartet, erklären wir hier.
Wann und wo findet das Training statt?
Das Jugendtraining findet regulär montags im Hallenbad Eislingen statt. Die Trainingszeiten sind nach Altersgruppen gestaffelt, damit sowohl jüngere Kinder als auch ältere Jugendliche in einem für sie passenden Tempo und Niveau trainieren können. Wer genau wissen möchte, welche Gruppe zu welcher Uhrzeit ins Wasser geht, informiert sich am besten direkt bei der Ortsgruppe – die Zeiten können sich von Saison zu Saison leicht verschieben.
Das Hallenbad bietet die nötigen Bahnlängen und eine kontrollierte Umgebung, die für strukturiertes Training ideal ist. Kein offenes Gewässer mit unbekannten Bedingungen, sondern klares Wasser, sichtbarer Boden und vertraute Umgebung – gerade für jüngere Kinder ein wichtiger Faktor.
Was wird im Training geübt?
Das Jugendtraining ist keine Schwimmschule im klassischen Sinne. Wer in die Trainingsgruppe einsteigt, sollte bereits schwimmen können – das Seepferdchen sollte also mindestens vorhanden sein. Darauf aufbauend wird gezielt an Technik, Ausdauer und Sicherheit gearbeitet.
Schwimmtechnik und Ausdauer
Brust, Kraul, Rücken – alle drei Lagen kommen im Training vor. Die Übungsleiter schauen auf die Qualität der Bewegungsausführung, geben Korrekturen und arbeiten mit kurzen Übungseinheiten, um Technikfehler abzubauen. Gleichzeitig geht es darum, über mehrere Bahnen hinweg Tempo zu halten und Kondition aufzubauen.
Vorbereitung auf Schwimmabzeichen
Ein zentrales Ziel des Jugendtrainings ist die Vorbereitung auf die Schwimmabzeichen der DLRG – Bronze, Silber und Gold des Deutschen Jugendschwimmabzeichens (DJSA). Die Anforderungen steigen dabei stufenweise: Strecken werden länger, Zeitvorgaben strenger, Zusatzaufgaben wie Tauchen oder Sprünge kommen hinzu.
Die Übungsleiter wissen genau, wo jede und jeder im Training steht, und arbeiten gezielt auf die nächste Prüfung hin.
Rettungsschwimmerische Grundlagen
Wer länger dabei ist, lernt auch erste Elemente aus dem Rettungsschwimmen kennen. Transportschwimmen, Holen eines Unterwassergegenstands, das korrekte Einschätzen von Situationen am Wasser – das gehört bei der DLRG zum Ausbildungsgedanken. Diese Inhalte sind keine trockene Pflichtübung, sondern machen erfahrungsgemäß vielen Jugendlichen besonders viel Spaß.
Wer leitet das Training?
Alle Übungsleiter bei der DLRG Eislingen/Fils sind ausgebildet und ehrenamtlich tätig. Viele von ihnen haben selbst als Kinder in den gleichen Bahnen trainiert und geben ihr Wissen jetzt weiter. Das schafft eine besondere Kontinuität: Die Jugendlichen sehen, was aus langjährigem Training werden kann – nämlich jemand, der später selbst auf der Leiterseite steht.
Mit 25 aktiven Übungsleitern für rund 150 Jugendliche ist die Betreuungsrelation gut. Gruppen bleiben überschaubar, Einzelbetreuung ist möglich, und der Ton ist freundlich-direkt.
Was erwartet Neulinge beim Einstieg?
Wer neu dazukommt, muss keine Scheu haben. Das Training ist so aufgebaut, dass Neulinge eingegliedert werden, ohne dass der Ablauf für alle anderen unterbrochen wird. Ein kurzes Gespräch mit dem Übungsleiter zu Beginn reicht, um eingeschätzt zu werden – welche Abzeichen bereits vorhanden sind, was schon technisch sitzt, welche Gruppe passt.
Empfohlen wird, beim ersten Besuch einfach anzurufen oder eine kurze E-Mail zu schreiben, damit die Übungsleiter Bescheid wissen und sich kurz Zeit nehmen können. Spontan aufkreuzen klappt meistens auch, ist aber mit Voranmeldung entspannter.
Mitgebracht werden sollte: Badeanzug oder -hose, Bademütze (Pflicht im Hallenbad), Handtuch, Badelatschen. Taucherbrille ist sinnvoll, aber kein Muss für den ersten Tag.
Warum frühzeitig anfangen?
Je früher Kinder regelmäßig trainieren, desto selbstverständlicher wird das Schwimmen. Wer als Kind sicher und ausdauernd schwimmt, hat nicht nur weniger Unfallrisiko am Wasser – er oder sie legt auch die Grundlage für spätere Rettungsschwimmerausbildungen und vielleicht sogar den aktiven Wachdienst. Die DLRG Eislingen/Fils lebt davon, dass Jugendliche von Anfang an dabei sind und mitaufwachsen.
Der Montag im Hallenbad ist dafür ein guter erster Schritt.